Getreide
Weizen

Weltweit das bedeutenste Getreide. Obwohl
er für den Anbau anspruchsvoll eine lehm und
humusreichen, kalkhaltigen Boden
verlangt. Rund um den Globus werden über
250 Arten geerntet. Besitzt einen hohen
Kleber gehalt. Erstmals züchteten die Syrer
etwa 7800 vor Christi Geburt

Gerste

Die Gerste ist eine sehr alte Kulturpflanze.
Sie stammt wahrwscheinlich, wie die meisten
Getreidearten aus dem Himalayagebiet. Sie
i
st reich an Vitaminen und Mineralstoffen
und wird als Braugerste hauptsächlich zur
Bierherstellung verwendet. Bei Magen- und
Darmerkrankungen ist Gersteschleim
heilsam.

Roggen

Ein ausgesprochenes Brotgetreide und sehr
pflegeleicht. Seit etwa 6000 v. Chr. wird er
im vordren Orient angebaut. Seine Ähren
sind sehr körnerreich. Roggen hat keinen
Klebergehalt, daher verläuft die Gährung
über den Sauerteig. Gibt dem Brot eine
dunkle Farbe und hält es lange frisch.

Hafer

Der Hafer war lange Zeit die Hauptnahrung
der Landbevölkerung, ehe er von der
Kartoffel abgelöst wurde. Brot mit
Haferzusatz schmeckt fad und zerfällt rasch,
da er keine Klebereigenschaften aufweist.
Dafür ist er reich an Fetten und steigert die
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Wird meist als Brei genossen.

Mais

Zweiter der Weltproduktion. Den Mais
kannte man ab etwa 5000 v. Chr. in Mexiko;
Kolumbus brachte ihn schließlich nach
Spanien. Sehr wirksam bei
Verdauungsschwierigkeiten, da das Mehl
keine Klebereigenschaften aufweist. Zum
Backen schlecht geeignet. In Europa wird er
vor allem als Futtergetreide verwendet.

Dinkel

Dinkel (auch Alemannen- oder
Schwabenkorn genannt) ist der Ursprung
unserer Weizensorten. Der hohe Kleber- und
Eiweißgehalt verleiht ihm hervorragende
Backeigenschaften. Nach den Lehren der
Heiligen Hildegard von Bingen wird ihm
eine heilende Wirkung zugeschreiben. In
unreifer Form als "Grünkern" bekannt.